{"id":135,"date":"2018-01-17T13:54:02","date_gmt":"2018-01-17T12:54:02","guid":{"rendered":"http:\/\/musterblog.spdns.de\/?p=135"},"modified":"2018-01-17T13:54:02","modified_gmt":"2018-01-17T12:54:02","slug":"performieren-und-inszenieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/musterblog.spdns.de\/?p=135","title":{"rendered":"Performieren und Inszenieren"},"content":{"rendered":"<p class=\"EPVText\">Bei diesen Strategien stehen Handlungen im Mittelpunkt sowie auch Sprache, die f\u00fcr Handlungen statt Beschreibungen genutzt wird. Wir nehmen im Alltag st\u00e4ndig Rollen ein und inszenieren uns, je nach dem sozialen Rahmen, der uns gerade umgibt. Das bedeutet nicht, dass wir uns die ganze Zeit verstellen, doch unter anderen Menschen m\u00fcssen wir uns irgendwie darstellen und dabei in gewisser Weise angepasst sein. \u201eInszenierungen sind [\u2026] sinnlich absichtsvoll vollzogene Prozesse, die [\u2026] auf eine bestimmte Art und Weise pr\u00e4sentiert [werden], ob f\u00fcr ein imagin\u00e4res oder ein tats\u00e4chliches Publikum\u201c (ebd., 164). Sie weichen von Allt\u00e4glichem ab, indem sie \u00fcberzeichnen und ungewohnte Verbindungen von Kontexten schaffen. Die Alltagsmuster des Publikums werden durch eine andere Darstellung oder Kombination von Gewohntem irritiert, und wie auch bei den zuvor vorgestellten Strategien werden so die Muster neu wahrgenommen und reflektiert und neue Musterbildungen angetrieben. (Kolhoff-Kahl 2009, 163-165)<\/p>\n<p class=\"EPVText\">Martin Seel bezeichnet k\u00fcnstlerische Inszenierungen als \u201epr\u00e4sentierte Pr\u00e4senz\u201c (Seel 2001, 60 in zit. in ebd. 165), da sie darauf abzielen, uns das Gegenw\u00e4rtige, f\u00fcr das wir wegen seiner Allt\u00e4glichkeit blind geworden sind, auf eine ungewohnte, \u00fcbersteigerte Weise zu pr\u00e4sentieren, um sie uns wieder neu bewusst zu machen. \u201aDas Normale\u2018 wird folglich insofern ver\u00e4ndert, dass es noch als solches erkennbar bleibt aber nicht mehr in die gewohnten Muster passt. K\u00fcnstlerische Performances beziehen sich vor allem auf den K\u00f6rper und mit ihm verbundene Handlungen, Ideale, sowie raum-zeitliche Kontexte und verschieben diese zu neuen Mustern. Sie setzten sich mit dem auseinander, was bewusst oder unbewusst \u00fcbersehen und ungetan bleibt und \u00fcberlassen dem Betrachter die Interpretation und in wie weit er sich auf diese Anst\u00f6\u00dfe einl\u00e4sst. Im Idealfall erfahren beide Seiten neue Musterbildungen: Der Akteur durch die ver\u00e4nderten K\u00f6rpererfahrungen, die er bei seiner Performance erlebt und das Publikum, indem es auf seine blinden Flecke und die allt\u00e4glichen ungenutzten Handlungsm\u00f6glichkeiten aufmerksam und empf\u00e4nglich wird. (Kolhoff-Kahl 2009, 165-170)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei diesen Strategien stehen Handlungen im Mittelpunkt sowie auch Sprache, die f\u00fcr Handlungen statt Beschreibungen genutzt wird. Wir nehmen im Alltag st\u00e4ndig Rollen ein und inszenieren uns, je nach dem sozialen Rahmen, der uns gerade umgibt. 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