{"id":44,"date":"2017-11-08T14:33:47","date_gmt":"2017-11-08T13:33:47","guid":{"rendered":"http:\/\/musterblog.spdns.de\/?p=44"},"modified":"2017-11-08T14:33:47","modified_gmt":"2017-11-08T13:33:47","slug":"wirklichkeit-wahr-nehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/musterblog.spdns.de\/?p=44","title":{"rendered":"Wirklichkeit &#8222;wahr&#8220;-nehmen"},"content":{"rendered":"<p><u>Konstruktivismus<\/u><\/p>\n<p>Wie zuvor schon kurz erw\u00e4hnt wurde, nehmen wir unsere Umwelt nicht 1:1 wahr, wie sie ist, oder wie andere sie wahrnehmen, sondern konstruieren je nach unseren bestehenden Musterbildungen und den Informationen, die f\u00fcr unser \u00dcberleben relevant sind \u201eWirklichkeiten zweiter Ordnung\u201c (ebd., 27). Wie komplex und vielschichtig diese sind, h\u00e4ngt davon ab, wie viele Informationen ein Mensch wahrnimmt, miteinander verkn\u00fcpft und verarbeitet. Karl Jaspers formuliert es wie folgt: \u201eDie Welt ist, was sie ist. Nicht die Welt, sondern nur unser Wissen kann wahr oder falsch sein\u201c (1947, 627 zit. in ebd.) und Paul Watzlawick spricht von einem \u201eMosaik von Einzelbildern, die heute so, morgen so geordnet werden k\u00f6nnen\u201c (2007, 38 zit. in Kolhoff-Kahl 2009, 28). Wenn man beobachtet und sich ein Bild von etwas macht, sollte man also im Hinterkopf behalten, dass die eigene Wahrnehmung subjektiv und nicht allgemeing\u00fcltig ist und seine Muster st\u00e4ndig pr\u00fcfen, reflektieren und ver\u00e4ndern. (vgl. Kolhoff-Kahl 2009, 27f., 30f.)<\/p>\n<p><u><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-159 aligncenter\" src=\"https:\/\/smarten.spdns.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Screenshot-4-e1523034273666-300x205.png\" alt=\"\" width=\"584\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/musterblog.spdns.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Screenshot-4-e1523034273666-300x205.png 300w, https:\/\/musterblog.spdns.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Screenshot-4-e1523034273666-768x526.png 768w, https:\/\/musterblog.spdns.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Screenshot-4-e1523034273666-394x270.png 394w, https:\/\/musterblog.spdns.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Screenshot-4-e1523034273666.png 942w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/u><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eJeder Organistmus [ist] als System in sich geschlossen, aber mit anderen Systemen oder der Umwelt \u00fcber das Bewusstseinssystem strukturell gekoppelt\u201c (Kolhoff-Kahl 2009, 32). Auf diese Weise ist es uns m\u00f6glich, unsere Muster aneinander anzugleichen, Neues zu erkennen und aufzunehmen und so einen mitmenschlicheren Umgang zu schaffen. Wird ein Mensch zu engen Mustern erzogen, kann er sie nicht mit Fremdem angleichen und ver\u00e4ndern und bleibt ihm verschlossen und verst\u00e4ndnislos. Genauso entscheidet die F\u00fclle der Anregungen, die einem zuteilwird dar\u00fcber, wie ausgepr\u00e4gt die Erkenntnismuster werden. Wer darauf trainiert wird, immer nur Anweisungen zu befolgen statt eigenen Ideen und Interessen mit Verstand und Sinnen nachzugehen und erst dann belohnt wird, wenn er die Erwartungen eines anderen erf\u00fcllt, verkommt zu einer \u201etrivialen Maschine\u201c (von Foerster 1993 zit. in ebd., 34). Will man \u00e4sthetisch lehren, sollte man den Lernenden zwar mit Werken von K\u00fcnstlern sowie Techniken vertraut machen, aber ihnen die Freiheit geben, sich selbst damit auseinanderzusetzten, was sie interessiert und begeistert und sie dabei unterst\u00fctzen, an ihr Ziel zu gelangen. So k\u00f6nnen aus einem Input sehr unterschiedliche, individuelle Outputs entstehen. (vgl. Kolhoff-Kahl 2009, 31-37)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konstruktivismus Wie zuvor schon kurz erw\u00e4hnt wurde, nehmen wir unsere Umwelt nicht 1:1 wahr, wie sie ist, oder wie andere sie wahrnehmen, sondern konstruieren je nach unseren bestehenden Musterbildungen und den Informationen, die f\u00fcr unser \u00dcberleben relevant sind \u201eWirklichkeiten zweiter Ordnung\u201c (ebd., 27). Wie komplex und vielschichtig diese sind, h\u00e4ngt davon ab, wie viele Informationen ein Mensch wahrnimmt, miteinander verkn\u00fcpft und verarbeitet. 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