{"id":80,"date":"2017-12-06T14:31:35","date_gmt":"2017-12-06T13:31:35","guid":{"rendered":"http:\/\/musterblog.spdns.de\/?p=80"},"modified":"2017-12-06T14:31:35","modified_gmt":"2017-12-06T13:31:35","slug":"kulturwissenschaftlich-rationale-muster-bildungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/musterblog.spdns.de\/?p=80","title":{"rendered":"Kulturwissenschaftlich-rationale Muster-Bildungen"},"content":{"rendered":"<p class=\"EPVText\">In diesem Kapitel weitet sich der Fokus auf das das Individuum umgebende kulturelle und soziale Gef\u00fcge, welches, wie in Kapitel 2.3 angesprochen, einen gro\u00dfen Einfluss auf die alltags\u00e4sthetisch-biografischen Muster-Bildungen hat, und ohne das diese nicht reflektiert und ver\u00e4ndert werden k\u00f6nnen. Kulturwissenschaftlich-rationale Muster sind nicht unbedingt Teil der Muster jedes Einzelnen, \u201eaber kulturell vereinbart und [gelten] somit in ihrer jeweiligen Passungsf\u00e4higkeit als sozial anerkannte Muster\u201c (ebd., 89). (vgl. Kolhoff-Kahl 2009, 89)<\/p>\n<p class=\"EPVText\">Wir werden jeden Tag durch die Kultur, in der wir leben, beeinflusst und gemustert und erhalten so mit der Zeit eine \u201ekulturelle Brille\u201c (Geertz zit. in ebd., 91), mit der wir die Dinge, die wir wahrnehmen auf unsere kulturellen Muster abgleichen und sie daran bewerten. Der Mensch kommt nicht mit vorgefertigten kulturellen Mustern auf die Welt, sondern kann sich im Laufe seiner Entwicklung jeder Kultur anpassen. Laut Geertz werden wir durch die Kultur \u201e\u2018versklavt\u2018\u201c, da wir uns ihr \u201eanpassen, um dazu[zu]geh\u00f6ren\u201c (Kolhoff-Kahl 2009, 90). Sobald wir auf etwas sto\u00dfen, das unseren kulturellen Mustern nicht entspricht, geraten sie als die \u201e\u2018normalen und wahren\u2018 ins Wanken\u201c (ebd). Dann gilt es, diese Perturbation zu nutzen, sich seiner kulturellen Brille bewusst zu werden und seine Muster zu differenzieren. Jedoch bleibt und ist eine Kultur nie dieselbe, sondern ver\u00e4ndert sich mit und durch Menschen und zeitliche Umst\u00e4nde, wie Kriege und Migration, eine neue Erfindung oder wenn die kulturellen Muster anfangen, zu versklaven bzw. den zeitlichen Umst\u00e4nden nicht mehr gerecht werden. Was in einer Kultur vor 50 Jahren noch undenkbar gewesen w\u00e4re, kann heute von der Gesellschaft als normal angesehen und akzeptiert sein. (vgl. Kolhoff-Kahl 2009, 90f.)<\/p>\n<p class=\"EPVText\">Kulturelle Muster entstehen, wie die anderen Muster auch, wenn sie \u201eals relevant, \u00e4hnlich und wiederholbar von vielen Menschen anerkannt werden\u201c (ebd., 91), nur dass hier weniger die tats\u00e4chlichen Handlungen bedeutsam sind, sondern allgemeinere Symbole, die sich aus gewohnten Handlungsmustern ableiten und je nach kulturellem Kontext f\u00fcr die einen normal und wahr, f\u00fcr die anderen ungewohnt sein k\u00f6nnen. Setzt man sich im Rahmen der \u00e4sthetischen Bildung mit den verschiedenen kulturellen Wahrheiten auseinander, muss stets beachtet werden, dass sie sich aus Symbolen zusammensetzen und keine allgemeine, Kulturen \u00fcbergreifende G\u00fcltigkeit beanspruchen k\u00f6nnen. Da Symbole \u201emehrdeutig\u201c und \u201ebedeutungsgeladen\u201c (ebd., 92) sind, regen sie, wie Musterbildungen auch, neue Denkans\u00e4tze an und bieten verschiedene Interpretationsm\u00f6glichkeiten. (vgl. Kolhoff-Kahl 2009, 91-93)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Kapitel weitet sich der Fokus auf das das Individuum umgebende kulturelle und soziale Gef\u00fcge, welches, wie in Kapitel 2.3 angesprochen, einen gro\u00dfen Einfluss auf die alltags\u00e4sthetisch-biografischen Muster-Bildungen hat, und ohne das diese nicht reflektiert und ver\u00e4ndert werden k\u00f6nnen. Kulturwissenschaftlich-rationale Muster sind nicht unbedingt Teil der Muster jedes Einzelnen, \u201eaber kulturell vereinbart und [gelten] somit in ihrer jeweiligen Passungsf\u00e4higkeit als sozial anerkannte Muster\u201c (ebd., 89). (vgl. 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