{"id":95,"date":"2017-12-13T15:40:00","date_gmt":"2017-12-13T14:40:00","guid":{"rendered":"http:\/\/musterblog.spdns.de\/?p=95"},"modified":"2017-12-13T15:40:00","modified_gmt":"2017-12-13T14:40:00","slug":"fremdes-und-eigenes-in-der-kultur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/musterblog.spdns.de\/?p=95","title":{"rendered":"Fremdes und Eigenes in der Kultur"},"content":{"rendered":"<p class=\"EPVText\">Fremdes und Eigenes scheinen zun\u00e4chst unvereinbare Gegens\u00e4tze zu sein, jedoch sind ihre Grenzen flie\u00dfend und sie beeinflussen sich gegenseitig. Erst durch das Fremde wird das Eigene samt der kulturellen Brille sowie der Blinden Flecke erkennbar und die Gewohnheitsmuster differenzierbar. Dennoch k\u00f6nnen wir unsere kulturelle Brille nicht einfach absetzen und unvoreingenommen auf Fremdes reagieren, sowie unsere Muster nicht vollst\u00e4ndig anpassen; es bleiben \u201einterpretative Leerstellen\u201c (Kolhoff-Kahl 2009, 116). Durch die Konfrontation mit dem Ungewohnten werden die Gewohnheitsmuster und die Erinnerungen des Speicherged\u00e4chtnisses perturbiert und Aufmerksamkeit f\u00fcr sie erzeugt, sowie dar\u00fcber, dass sie nicht die einzig g\u00fcltigen sind, sondern ebenso in anderen Kontexten fremd sein k\u00f6nnen. (vgl. Kolhoff-Kahl 2009, 115f.)<\/p>\n<p class=\"EPVText\">Im Zuge der Globalisierung beginnen sich die einst klar definierten Kulturen immer mehr zu vermischen, sodass das zuvor Fremde ein allt\u00e4glicher Teil der eigenen Kultur wird und eine neue \u201ekulturelle Identit\u00e4t\u201c (ebd., 116) stiftet. Dieser Einfluss anderer Kulturen kann positiv oder negativ aufgenommen werden, je nachdem, wie sehr man dazu in der Lage ist, seine Muster an Neues anzupassen und in wie weit auf Funktions- und Speicherged\u00e4chtnisse zur\u00fcckgegriffen werden kann. Hierzu finden sich unz\u00e4hlige Beispiele in unserer Politik und Gesellschaft, wenn es um das Thema Migration geht. Manch einer unterscheidet Menschen nicht nach ihrer Herkunft und ist offen dazu, etwas vom anderen zu lernen und ihm bei der Inklusion zu helfen und mancher sieht im Fremden eine Bedrohung der Tradition, der Wirtschaft oder seiner eigenen Sicherheit. Solche Menschen vergessen, dass es bei diesem Prozess nicht darum geht, dass sich der eine an den anderen anpasst, sondern \u201egemeinsame neue Muster der Wahrnehmung und des Zusammenlebens\u201c (ebd., 117) gefunden werden m\u00fcssen, sodass beide Seiten profitieren. Den Grund f\u00fcr die Abneigung vieler Menschen gegen Fremdes sieht Arno Gruen darin, dass dieses all das darstellt, was jenen als unsittlich oder verboten abtrainiert wurde, damit sie sich an enge Handlungsmuster anpassen. So lernen sie, dass jede Verhaltensweise, die nicht der eigenen entspricht, falsch ist und abgewehrt werden muss (vgl. ebd., 119). Je mehr Gelegenheiten man erfahren hat, Muster zu ver\u00e4ndern und sich selbst zu erfinden, desto mitmenschlicher kann man denken und handeln. (vgl. Kolhoff-Kahl 2009,116-120)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fremdes und Eigenes scheinen zun\u00e4chst unvereinbare Gegens\u00e4tze zu sein, jedoch sind ihre Grenzen flie\u00dfend und sie beeinflussen sich gegenseitig. Erst durch das Fremde wird das Eigene samt der kulturellen Brille sowie der Blinden Flecke erkennbar und die Gewohnheitsmuster differenzierbar. Dennoch k\u00f6nnen wir unsere kulturelle Brille nicht einfach absetzen und unvoreingenommen auf Fremdes reagieren, sowie unsere Muster nicht vollst\u00e4ndig anpassen; es bleiben \u201einterpretative Leerstellen\u201c (Kolhoff-Kahl 2009, 116). 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